Mittwoch, 12. September 2012

Ironman 70.3 WM Las Vegas

Am Sonntag war es also endlich soweit: Der Höhepunkt meines bisherigen Triathletendaseins stand mit der Ironman 70.3 WM in Las Vegas an.

Ich bin eine Woche vor dem Rennen angereist um mich an die Hitze und die Zeitumstellung zu gewöhnen. Das ganze war dann doch relativ aufregend, da es mein erstes Mal in der USA war und da ist Vegas schon ein ganz spezielles Reiseziel :-) In den ersten Tagen habe ich auch alleine gewohnt, was aber ganz angenehm war um meine Ruhe zu haben und mich einzugewöhnen zu können. Den sportlichen Teil absolvierte ich meistens mit den Athleten vom Team Triaguide aus Österreich, die echt super Jungs sind und mit denen ich "a riesen Gaudi" hatte. Was selbstrendend auch nicht zu kurz kam, waren ausführliche Besuche in diversen Shoppingmalls und auf dem Strip von Las Vegas. Es ist echt beeindruckend was da abgeht. Eine völlige Reizüberflutung an riesen Hotels, Lichtern, Casinos und was auch immer. Zu meiner Freude habe ich  das Bellagio mit 100$ mehr verlassen, als ich es betreten habe. Alles auf Rot funktioniert ganz gut ;)

Zum Rennen: Eins war von Anfang klar, es wird HEISS! Sowohl im Wasser als auch an Land. Der Lake Las Vegas hatte kuschelige 28 Grad, was hartes Schwimmen nicht wirklich angenehm macht. Damit auch wirklich keiner frieren muss ist unsere Altersklasse auch erst um 8 Uhr morgens in Rennen geschickt worden. Da wurde es ernst. Schnelles Anschwimmen bin ich eigentlich aus den Ligarennen mit den verrückten Klopfern aus Erlangen gewohnt aber was hier abging hab ich so auch noch nicht erlebt. Startschuss fällt, ca. 250 Mann robotten an wie die wilden (mir inklusive). Nach ca. 200 Metern hab ich mich mal umgeschaut und mit Entsetzen festgestellt, das  ich fast ganz am Ende war. Ich dacht mir, ok ich bin hier bei ner WM mit den krassen Jungs und werde wohl scheinbar vermöbelt. Falsch gedacht - die krassen Jungs können nämlich nur 200 Meter schnell schwimmen, ab da war ich nur noch am Überholen und hab fleißig Prügel bezogen, was die 1,9 km ziemlich nervig und vogelwild gemacht hat. Die Schwimmzeit war daher auch eher desaströs! Aber wuscht ist ja ein langer Tag...

Am Rad ging vom ersten Meter (für meine Verhältnisse) die Post ab. Ich bin mit über 280 Watt fröhlich vor mich hin gefahren, bis das Drafting-Desaster mal wieder seinen lauf nahm. Ich sag ja schon gar nix mehr wenn man nur 8 Meter Abstand hat, aber direkt ans Hinterrad ist dann schon recht dreist (ein paar Beweisfotos folgen noch). Und auf meine Zurechtweisung dann nur zu entgegnen: "Fuck you, that's racing" sagt leider viel über den Zustand und das Fairness-Gefühl im Triathlon aus und nimmt mir allmählich den Spaß an Rennen. Da ich lieber den Heldentot sterbe als mich irgendwie im Grüppchen zu verstecken bin ich einfach so lange am Anschlag gefahren bis (wie zu erwartet) der Ofen ausging. Zum Einen wurde es so ab 10 Uhr abartig heiss (über 40 Grad) und zum anderen war ich einfach von der vorherigen "Raserei" fix und fertig und so hat es mich nach 70 km grausam aufgestellt, was auch herrlich an der Wattaufzeichnung zu erkennen ist. Das Grüppchen flog dann plötzlich auch an mir vorbei und lies mich quasi in der Wüste zurück... Bitterer Moment... An einen Halbmarathon wollte ich zu dem Zeitpunkt gar nicht denken. Aber hilft ja alles nix...

Nachdem die letzten 10 km in Richtung 2. Wechselzone immer leicht ansteigend waren, kam ich also Mausgrau in der Wechselzone an und hab mir erstmal alles an Eis gegriffen was verfügbar war und ich mir irgendwo am Körper platzieren konnte. Inzwischen hatte es nämlich kuschelige 47 Grad!!! Schatten gabs natürlich auf der ganzen Laufstrecke keinen. Die Laufstrecke (3 Runden a 7km) hatte es auch in sich. 3,5 km Bergab, 3,5km Bergan. Von Anfang war es ziemlich grausam. Schnell Laufen ging nie, da die Hitze wie ein Drehzahlgegrenzer war. Ich war mehr damit beschäftigt mich irgendwie zu kühlen als flott zu rennen. In der zweiten Runde gings dann halbwegs und ich hab versucht mal  richtig hart zu laufen, was ich in der letzten Runde bitter bereut habe. Aus einem fröhlichen Grunzen wurde ziemlich schnell ein mitleiderregendes Wimmern. Wenn man in den Gesichtern der Zuschauer Mitleid erkennt wenn man vorbei läuft, kann man in etwa abschätzen wie grausam es aussehen muss :-) Irgendwie hab ich mich dann doch noch ins Ziel gerettet und war einfach heilfroh, dass das Rennen vorbei war.

Durch die Hitze war es die anspruchsvollste Mitteldistanz die ich bisher gemacht habe. Es ist ein Wahnsinn wie viele Leute halb kollabiert am Straßenrand lagen. Daher macht es mich fast ein bisschen Stolz noch halbwegs solide durchgekommen zu sein. Und was noch wichtiger war: Diesmal keine Dixi-Pausen ;) (Special Thanks an Anja Beranek und Penco) Abends folgte dann noch ein lustiger Abend auf dem Strip...aber What happens in Vegas stays in Vegas... :-)

Jetzt turne ich noch eine Woche fröhlich in Tucson mit dem Abu Dhabi Team rum, bevor ich mich dann zu Hause ausführlcih meinen guten Freunden Gin und Tonic widmen werde ;-)

Mittwoch, 15. August 2012

Ironman 70.3 EM in Wiesbaden / Vegas Baby!

Am Wochenende war es also endlich soweit: Mein diesjähriger Saisonhöhepunkt stand mit der Ironman 70.3 Europameisterschaft in Wiesbaden an. Nach Wochen des harten "auf die Rübe hämmerns" im Training wurde es auch wirklich Zeit muss ich sagen :-) Für mich gings dann auch bereits schon am Freitag nach Wiesbaden um vor dem Rennen möglichst wenig Stress zu haben. Dank Lars und Alex, die ich aus Abu Dhabi kenne, hatten wir auch eine top Unterkunft in Zielnähe! Danke ihr Zwei :-)

Zum Rennen: Die äußeren Bedingungen waren mit etwas über 20 Grad und viel Sonne perfekt als es morgens um 07.30 Uhr im Raunheimer Badesee losging. Der Schwimmstart war spaßig wie immer. 400 Meter anhämmern als gäbe es kein morgen... mit Ach und Krach hab ich das erste Grüppchen erwischt und dann wirds eh locker, da sich die meisten scheinbar erstmal für das schnelle Losschwimmen selbst feiern müssen. Bis zum Landgang nach ca. 800 Metern wurde dann also ohne größere Action dahingesuhlt. Da Landgänge nicht so mein Ding sind hab ich mir keinen größeren Stress gemacht und bin fröhlich wieder zurück ins Wasser gehüpft. Ab dann wurde es leide retwas chaotisch da wir auf Horden von Frauen und Älteren aufgeschwommen sind, die 10 Minuten vor uns gestartet sind. Auch war es witzig zu sehen, wie schwer es für manche ist einfach mal geradeaus zu schwimmen :-) Aber ohne große Komplikationen ging es dann nach etwa 26 Minuten für die 1,9km zurück an Land. Wobei der Schwimmausstieg quasi eine Sandwand war und ich fast schon Bergsteigeroutfit gebraucht hätte um die Wechselzone zu erreichen :-)

Da ich recht gut im Rennen lag hab ich mich aufs Radfahren gefreut, obwohl in Wiesbaden 1500 Höhenmeter auf 90 Kilometern überwunden werden wollen. Ideal für einen "Bergfloh" wie mich ;-) Die Vorfreude wurde dann leider mal wieder von körperlichen Gebrechen zunichte gemacht. Vom ersten Kilometer an hatte ich  mit üblen Magenkrämpfen zu kämpfen, die immer schlimmer wurden. Ich war schon leicht verzweifelt, da ich phasenweise kaum noch in Aeroposition fahren konnte. Also entschied ich mich für das notwendige Übel... Dixi-Stop bei km 40 auf dem Rad. Sowas ist mir in 15 Jahren Triathlon noch nicht passiert aber es half ja alles nix. Direkt danach ging es auch gleich die "Platte", ein langer heftiger Anstieg, hoch. Wenigstens wurde der Magen etwas besser und so kam ich noch mit Hängen und Würgen über die bergige Radstrecke. Gegen Ende der 90 km wurde es dann wieder so heftig, dass ich in der 2. Wechselzone gleich nochmal das Dixi besuchen "durfte"...Da werden Erinnerungen an Frankfurt letztes Jahr wach.

Mit schlimmsten Befürchtungen bin ich dann den abschließenden Halbmarathon angegangen. Darum waren die ersten Kilomete,r durch den schönen Kurpark von Wiesbaden, recht entspannt und locker. Und oh Wunder, dem Magen gings etwas besser. Also hab ich versucht noch Schadensbegrenzung zu betreiben, was mir halbwegs gelungen ist. In der letzten der 4 Laufrunden konnte ich sogar nochmal richtig schön mobilisieren und bin mit herrlichen Schmerzen und unter fröhlichem Grunzen durch den Stadtpark gehoppelt. Die vielen Zuschauer an der Strecke motivierten auch noch zusätzlich.

Nach etwas mehr als 5 Stunden war ich dann also endlich im Ziel und die Gefühle gemischt...da ich nicht wusste ob es für die WM Quali reicht. Nach ausgiebiger Dusche und viel Futter ging es dann also abends zur Siegerehrung ins Wiesbadener Kurhaus...beeindruckende Kulisse...
und dann war es soweit, die Slotvergabe:  zu meiner Überraschung wollten nicht alle nach Vegas und so hatte ich es doch tatsächlich geschafft: WM 2012 in Las Vegas, ich bin dabei :-) Auch wenn mich meine eigene Leistung nicht wirklich mit Stolz erfüllt, ist es trotzdem irgendwie ein geiles Gefühl bei ner Weltmeisterschaft dabei sein zu können. Und da ich eh noch nie in der USA war freue ich mich auf die Reise, auf der ich mich sicherlich tolle Tage mit Faris, Werner und Ina vom Abu Dhabi Triathlon Team erwarten.

An dieser Stelle ein herzliches DANKESCHÖN, an alle die mich angefeuert und mir die Daumen gedrückt haben und an diejenigen die mich bei meinem Vorhaben unterstützten. Allen Voran sind da mein Schwager und Trainer Swen Sundberg sowie das gesamte Team von Fahrrad Dresel zu nennen. Auch meinem Trainingskollegen Andi Sommer gilt ein herzliches Dankeschön für viele geteilte Qualen und gute Tipps für das Rennen.

Jetzt werd ich mich noch ein paar Tage erholen und dann gibts schon wieder auf die Rübe um in Vegas nicht vollends vermöbelt zu werden...!

Mittwoch, 1. August 2012

Herzoman oder doch Rainman? :-)

Nach einer ziemlich harten Trainingswoche (zur Vorbereitung auf den Ironman 70.3 Wiesbaden am 12.8.) wollte ich es mir nicht nehmen lassen, bei meinem Heimrennen, dem Herzoman an den Start zu gehen. Das ich keine Wunderdinge vollbringen werde war im Vorfeld schon klar :-)

Zu allem Übel ging mir dann in der Woche noch mein Zeitfahrer hops und dank Fahrrad Dresel bekam ich in einer Nacht-und-Nebel-Aktion am Samstag Abend doch noch ein neues Rad von Airstreeem! Danke Bodo :-)

Zum Rennen: Schwimmen eher mau! An der ersten Wende nach 25 Metern ist mir leider ein Konkurrent rein geschwommen und hat meine Schwimmbrille gleich mitgerissen. Also hiess es anhalten, Brille richten --> Anschluss an die Spitze um den späteren Sieger Sebastian Bleisteiner früher als erhofft verloren. Danach gings im Wasser primär um Schadensbegrenzung was zumindest halbwegs gelungen ist. Mit einer doch eher durschnittlichen Zeit von ca. 5:30 min für 400 Meter bin ich dann aus dem Herzogenauracher Freibad gekrabbelt. Dummerweise hat sich Petrus spontan dafür entschieden die Schleusen zu öffnen. Daher war für mich klar, dass ich vorsichtig Radfahren werde.

Verstärkt wurde dieses Gefühl auch noch Stefan Dähne, der sich leider direkt vor mir ziemlich unsanft auf den Asphalt legte. Nach kurzem Plausch und check ob es ihm gut geht, bin ich dann mal losgefahren und hab geschaut, dass ich auf dem Rad sitzen bleibe :-) Stimmung kam leider nie so richtig auf. Regen, Wind, schwere Beine und die Angst zu stürzen sind keine gute Wettkampfkombination. So wurde ich auch regelmäßig in Kurven und in der Abfahrt nach Falkendorf quasi von meinen Konkurrenten geparkt.

Alles halb so wild, da das Rennen eher als hartes Training gedacht war. Das Motto für den Lauf also schnell klar: ALL OUT! Die ersten 2 km waren für meine Verhältnisse dann auch nahezu famos. So konnte ich schnell Stephan Nagler vor mir einsammeln und bin an der Wende auch noch auf Race Across America Sieger Lasse Ibert aufgelaufen der mein Erscheinen nur mit einem fröhlichen "seit wann kannst du denn Laufen!?" quittierte :-) Die Freude über Lauf"stärke" hielt aber nicht lange dann nach 3 km hat es mich dann grausam aufgestellt. Seitenstechen wie noch nie zuvor. So hab ich also Lasse ziehen lassen und auch Stephan Nagler kam wieder angewackelt, hat mich aber netterweise motiviert und mitgezogen, da er bereits eine Zeitstrafe hatte und es somit kein direktes Duell zwischen uns gab. Auf dem letzten km hab ich mich dann nochmal halbwegs zusammengerissen und bin als 6. in der Endabrechnung (3.Stadtmeister) eingelaufen.

Alles in Allem wieder eine super Veranstaltung. Sehr empfehlenswert und immer wieder ein Start wert. Für das Wetter kann ja keiner was :-)

Jetzt werde ich mir nochmal eine Woche lang fröhlich auf die Rübe hämmern bevor dann das Tapering für den Ironman 70.3 Wiesbaden losgeht.

City Triathlon Heilbronn

Nach einem mehrtägigen Trainingslager in Südtirol mit Fairs Al-Sultan, Swen Sundberg und meinem Vereinskameraden Ralph Harti (in dem wir viel und hart trainiert haben :-D) stand bei mir ein Formtest beim City Triathlon in Heilbronn an. Die Strecken mit 2km Schwimmen, 70km Rad und 15 km Laufen sind nahezu ideal um mal für eine Mitteldistanz "anzutesten".

Zum Rennen: Ich bin in der letzten Gruppe gestartet und war daher mit den Staffeln und langsamen Athleten unterwegs :-) Vom Schwimmstart kam ich super weg und so konnte ich sofort die schnellsten Füße der Staffelschwimmer (unter anderem Weltcupstarterin Kathrin Müller) erwischen. Vor lauter Freude hab ich dann aber scheinbar das schnell Schwimmen vergessen :-) Beim Überholvorgang von einem langsamen Athleten aus der vorherigen Gruppe hab ich dann nämlich leider den Anschluss an die Spitze verbummelt und bin dann die restlichen 1,5 km so vor mich hingetrieben. So richtig Stimmung kam dabei leider nicht auf, was bestätigte, dass ich ein bisschen kaputt vom Trainingslager war. Aber halb so wild. So bin ich dann nach etwas mehr als 27 Minuten aus dem Fluss gekrabbelt und wollte beim Radfahren meine Form zeigen.

Aber weit gefehlt :-) Von Anfang an lief es doch recht zäh und ich kam nie so richtig ins Rollen. Hat mir aber auch nicht weiter Sorgen bereitet, da es ja wirklich nur ein Testrennen war. Besonders ärgerlich war es dann allerdings, dass mir nach ca. 35 km (ich kam langsam etwas in Schwung) meine Sattel einen Strich durch die Rechnung machte und sich einfach mal 45 Grad nach oben bog, scheinbar bin ich einfach doch zu fett :-) Nach wildem Rumgeklopfe auf dem Sattel habe ich ihn dann wieder hingebogen und unter fröhlichem Grunzen in die 2. Wechselzone gerollt.

Beim Laufen ging es mir in erster Linie darum meine Ernährung zu testen, da ich ja bei den letzten längeren Rennen immer wieder mit Magenproblemen zu kämpfen hatte. Dementsprechend vorsichtig bin ich angelaufen. Aber oh wunder, es ging für meine Verhältnisse richtig gut. Ich hatte ein gutes Laufgefühlt und konnte mich belasten, ohne wirklich an Grenzen zu gehen. Lediglich die letzten 3 km waren recht hart, weil ich dann doch noch voll laufen wollte. Mit einer Zeit von 1:01 auf 15 km (die wohl ein bisschen knapp bemessen waren) bin ich super zufrieden. Jetzt wird dann also wieder trainiert.... :-)

An sich ist Heilbronn ein super Event mit vielen Zuschauern und schönen Strecken. Sehr zu empfehlen!!!

Montag, 21. Mai 2012

"Du darfst dich nur nicht erwischen lassen" - Ligachaos in Waging!

Gut, dass ich diesen Bericht mit ein bisschen Abstand schreibe, denn das was gestern im malerischen Waging am See in der Triathlonliga Bayern, bei dem wir mit dem Fahrrad Dresel Team TV48 Erlangen am Start waren, passierte ist in meinen Augen ein absoluter Witz und durch nichts zu rechtfertigen. Aber der Reihe nach...

Zum Rennen: Völlig unverständlicherweise starteten diesmal (angeblich aus organistaorischen Gründen) Regional- und Bayernliga gemeinsam. Was bedeutet, dass ca. 140 Mann durch eine 750 Meter Schwimmrunde plügen. Und siehe da - oh Wunder - wildes geklopfe! Man konnte keine 5 Züge machen ohne jemanden zu berühren oder selbst eine abzubekommen. Ständiges hauen, stechen, ziehen! Herrlich! Im Anflug auf die erste Wendeboje nach 300 Metern konnte einem Angst und Bange werden, wenn man um sich rum eine testosterongeladene Meute sieht die wild um sich schlägt. Die Leistungsdichte ist inzwischen einfach so hoch, dass alle halbwegs planschen können. Aber dennoch war das Schwimmen halb so wild, wenn man es z.B. mit einem Ironman-Start mit 2.000 Leuten vergleicht. Ich will ja auch nicht alles dramatisieren :-) Bei mir selbst lief es dann doch noch ganz brauchbar und ich konnte gemeinsam mit den Teamkollegen Andi Sommer und Ralph Harti, in der 2. Gruppe, aus dem See krabbeln. Etwas weiter vorne tummelten sich unsere anderen beiden Jungs, Swen Sundberg und Tobi Golditz.

Dann begann das Drama. "Überraschenderweise" fuhr ein Großteil des Starterfeldes auf der topfebenen und super zu fahrenden 20km Radrunde zusammen (inkl. mir und allen Erlangern). Wir sind also vorne mit ca. 70 Mann über den Straßen gefegt, was dazu führte, dass es extrem nervös wurde. Es wurden vogelwilde Wellen gefahren, Bremsmanöver gezeigt und von den Kurven will ich erst gar nicht reden. Also dann auch noch im Pulk bei 45 km/h der Trashtalk einsetzte, war klar, dass auf dem Rad nicht mehr viel passieren würde und wir alle gemeinsam gen Wechselzone heizen werden. Damit es aber nicht langweilig wird, ging uns ein Herr auf dem Motorrad in einer gelben Weste ziemlich auf die Nerven - in Fachkreisen nennt man diese Menschen "Kampfrichter". Zuerst wurde an das Rechtsfahrgebot appeliert und wild rumgepfiffen mit der Aufforderung die Mittelline nicht zu überfahren. Wieso man das auf einer komplett gespertten Radrunde nicht darf? Fragt mich was besseres. Aber egal diese Regel gibt es nunmal und wir versuchten uns auch so gut es geht daran zu halten. Da die Herren auf den Mopeds ja meist selbst kaum sportlichen Hintergrund haben, verstehen sie es natürlich nicht, dass es nicht gerade einfach ist 70 wilde Triathleten im Pulk auf einer Fahrbahnseite zu halten, was beispielsweise überholen unmöglich macht. So wurde also recht chaotisch mal rechts mal links gefahren um möglichen Stürzen vorzubeugen. Stimmung in der Gruppe war auch ganz gut, so dass man dachte alles wäre ok. Dann machte es wieder der Herr mit der gelben Weste spannend, in dem er, um das Rechtsfahrgebot durchzusetzten, bereit war unser Leben zu riskieren. Er parkte tatsächlich sein Moped quer (!!!) auf der linken Fahrbahn. Wäre jemand in dem Moment aus der Gruppe ausgewichen - AUA! Für mich ein skandalöses Verhalten, dass die Gesundheit von uns unnötig gefährdet und absolut gar nichts zur Sicherheit beiträgt! Die Krönung dieser Farce folgte dann 1 km vor der Wechselzone. Als Swen mal wieder einer vogelwilden Welle im Feld auswich und gerade noch seinen Nebenmann zurechtweisen wollte kam der Herr in Gelb angefahren, pfiff Swen an und zeigte ihm die rote Karte - wegen überfahren der Mittelline, was er MUSSTE um nicht zu stürzen!!! Klar gibt es diese Regel, aber bei konsequenter Regelauslegung hätte jeder von uns Disqualifiziert werden müssen. So aber musste mit Swen ein bekanntes Gesicht und noch ein Athlet aus Riederau als Bauernopfer herhalten! Der Ärger bei uns war entsprechend groß und dennoch war der Willen beim Laufen alles zu geben natürlich noch da. Also "Hallo-Wach-Moment" wurde dann dafür gesorgt, dass uns die Athleten der Volksdistanz pünktlich entgegen kamen, als gerade alle die Schuhe öffneten und sich auf den Wechsel vorbereiteten. Dass da nichts passiert ist, kann man wohl als großes Glück bezeichnen.

von links: Ralph, Andi, ich, Tobi 





Das Laufen war dann das erwarte Massacker. 70 Mann rein in T2 - 15 Sekunden Friede - 70 Mann raus aus T2. Ab dann wurde geschwitzt, gelitten, gerudert, gesabbert, gegrunzt! Alles was eben dazu gehört. Als Schafrichter diente ein ca. 400 Meter langer Anstieg mit ca. 20% Steigung! HÖLLENQUALEN! Dennoch schlugen sich alle Erlangen gut. Bei mir lief es mittelmäßig, da ich weder gut bergauf noch bergab laufen kann :-) Aber das ist mein Problem!

Im Ziel war der Ärger bei uns, zum Einen wegen der Gefährdung der Athleten und zum anderen wegen Swens DSQ extrem hoch. Andi musste mich erstmal zur Seite nehmen, da ich sonst dem Herren in Gelb wohl ins Gesicht gesprungen wäre. Denn Swen fehlte uns nicht nur als Top-Ergebnis sondern kam wegen der roten Karte auch noch mit der Maximalplatzziffer von 80 in die Wertung! Spitze! Und das weil er einer gefährlichen Situation ausweicht. Am Ende bedeutet dass für uns dann einen enttäuschenden 10. Platz in der Liga. Als mir dann noch ein anderer Athlet lapidar die Worte "Du kannst alles machen im Rennen - du darfst dich nur nicht erwischen lassen" wäre mir fast der Arsch geplatzt. Einige sollten sich klar machen, dass wir in der Liga um die goldene Ananas kämpfen und da sollte doch fairness und ein guter Wettkampf im Vordergrund stehen.

Es erschließt sich mir persönlich einfach nicht, warum man nicht zwischen Regional- und Bayernliga einen Startabstand von 5 - 10 Minuten machen kann, was die Veranstaltung ja nicht künstlich in die Länge zieht. Ausserdem sorgt das gemeinsame Starten ja auch für eine völlige Wettbewerbsverzerrung in beiden Ligen.
Schade, dass uns so der Spaß an solchen Rennformaten genommen wird. Das positive an diesem Wochenende ist jedoch, dass wir uns mal wieder als absolut verschworener Haufen präsentiert haben und niemand irgendein Vorwurf gemacht wird. Alles in allem ein super Wochenende in einer wunderschönen Gegend mit einer tollen Veranstaltung. Nur die Triathlonliga Bayern sollte sich doch mal Hinterfragen und sich bei Kritik nicht gleich persönlich angegriffen fühlen. Glückwunsch auch noch an alle Siegerteams und unsere Erlanger Mädels, die diesmal einen guten 2. Platz erkämpften.

Freitag, 18. Mai 2012

1. Medwork Triathlon Höchstadt - Hurra ich lebe noch :)

Nach dem Desaster von München stand für mich ersteinmal Erholung und Ursachenforschung auf dem Programm. Und was macht man am besten um ein schlechtes Rennen vergessen zu machen? Richtig man versucht es einfach nochmal wo anders :-)

Gesagt - getan. Dank dem Team von Fahrrad Dresel konnte ich beim 1. Medwort Triathlon in Höchstadt an den Start gehen. Bevor ich die unheimlich spannenden (*g*) Details über mein Rennen zum Besten gebe - eines vorneweg: Riesen Kompliment an alle Verantwortlichen. Das Event war top organisiert und hat das Zeug zum Klassiker. Paar Mini Kinderkrankheiten noch ändern dann ist alles super! Sehr empfehlenswerter Wettkampf. Und das sag ich nicht weil Fahrrad Dresel mein derzeitiger Arbeitgeber ist :-)

Zum Rennen: Geschwommen wurde mit 8 Mann auf einer 50 Meter Bahn. Ein erster Highlight gabs schon beim Absprechen der Positionen. Ein Athlet (scheinbar ein Einsteiger) fragte mich was ich gedenke über die 400 Meter zu Schwimmen. Nachdem ich 5:20 Minuten antworte meinte er nur: Ne ne ich meine über die kompletten 400 :-) Ein kurzes Lachen später war dann klar, dass ich mal die Führung übernehmen werde ;)
So lief es dann stressfrei im Wasser und ich konnte doch tatsächlich zum zweiten Mal in meiner Triathlon"karriere" den Titel "First out of Water" einstreichen ;-) Was aber eher an der schwachen Konkurrenz als an meiner unglaublich starken Schwimmperformance lag :)

Die Führung nach dem Schwimmen hatte aber gleich einen Vorteil. Fahren hinten dem Führungsmotorrad - einfach ein geiles Gefühl. Leider wurde ich schon nach etwa 5 km von der Abu Dhabi Triathlon Team Staffel eingesammelt für die mein Schwager und Trainer Swen Sundberg den Radpart übernahm und mich ziemlich alt aussahen ließ. Es ist bitter wenn man wild robottet und es fährt ein Profi an einem vorbei, der den Eindruck erweckt er würde gemütlich Sonntag nachmittag in den Biergarten fahren während man selbst wild sabbernd und grunzend vor sich hineiert. Glücklicherweise war er jedoch der einzige der mich auf dem Rad überholte und so gings dann quasi also Führender auf die Laufstrecke.

Angefeuert vom tollen Publikum, Stadionsprecher und v.a. von meinem maximal motivierten Mannschaftskameraden aus Erlangen bin ich dann gleich auch mal zügigst losgestiefelt. Und siehe da: Ein Quantensprung zum Ligarennen in München. Ich konnte grunzen, ächtzen und mir so richtig schöne Schmerzen bereiten. Herrlich :-) So gings dann die kompletten fünf Kilometer dahin. Der ein oder andere Helfer war vielleicht vom wilden gegrunze meinerseits etwas irritiert aber ich habe es richtig genossen mir gepflegt auf die Rübe zu klopfen :-) Mit einer der schnellsten Laufzeiten des Tages (für einen fetten Hund wie mich ja nahezu sensationell :-D) erreicht ich das Ziel eine Minute nach der Staffel als erster der Sprintdistanz.

Aus einer späteren Startgruppe war dann Tom Schwender noch schneller - Glückwunsch zum Sieg Tom! Starke Performance. Für mich bedeutete das also am Ende Gesamtrang 2 und Platz 1 in der Alterklasse. Eine gelunge Rehabilitation für mich. Mal schauen ob es in Waging beim nächsten Ligarennen auch endlich halbwegs gut läuft!

Guter Ligaauftakt fürs Team - schlechter für mich :)

Der Auftakt zur neuen Regionalliga-Saison fand dieses Jahr im Olympiazentrum in München statt. Geile Kulisse, die aber gleichzeitig ein paar Tücken mit sich bringt. Schwimmen mit 10 Mann pro Bahn, Radfahren auf engen Wegen auf einer 3,5 km Runde und Lauf-Wendepunkt-kurs auf ner 1000 Meter Runde. Genau mein Ding - NICHT! :)

Zum Rennen: Glücklichwerweise wurden wir mit unseren Freunden aus Kulmbach auf eine Bahn gelost. So konnte zumindest eine Massenschlägerei vermieden werden. Am Anfang sah es auch so aus als würde ich den Kulmbach / Erlangen Express erwischen. Nach 100 Meter bekam ich allerdings unabsichtlich einen Beinschlag auf die Brust und bekam erstmal keine Luft mehr. Der Zug war dann weg. Bin also vor mich hin gebadet und nach 750 Meter relativ weit hinten aus dem Becken gekrabbelt. Was danach passierte lässt sich nur schwer erklären. Vom ersten Meter an bekam ich auf dem Rad kaum die Kurbel rum und musste bei den Antritten nach der Kurve sogar aufpassen, nicht aus meiner Gruppe zu purzeln. Sowas ist mir auch noch nicht passiert. Einfach nur schlecht. An Führungsarbeit war gar nicht zu denken. Glücklicherweise waren die anderen 4 Jungs von unseren Fahrrad Dresel Team TV 48 Erlangen recht weit vorne so dass ich nicht in der "Pflicht" war.
Das Laufen war dann das gleiche Desaster wie die anderen beiden Disziplinen. Es wurde kaum gegrunzt sondern eher gewandert. Erklärungsversuche such ich erst gar keine. Abhaken und nach vorne schauen. Zumindest kann es nicht mehr schlechter werden. Platz 59 spricht ja für sich :-)

Zum Glück haben die anderen 4 richtig performed so dass es am Ende ein starker 2. Platz für uns wurde. Die Mädels haben sogar gewonnen. Also ein gelungener Auftakt für das Fahrrad Dresel Team TV 48 Erlangen! Nächste Station ist Waging am 20. Mai! Ich muss (äääh darf) wieder ran! Hoffentlich wirds besser... :)

Dienstag, 6. März 2012

AbuDhabi Triathlon und Trainingscamp

So endlich mal wieder ein update...

Wie breits in den letzten beiden Jahren ging es auch heuer für mich wieder in das offizielle Team Trainingslager vom AbuDhabi Triathlon Team, in dem ich als Guide gearbeitet habe. Dabei hatten wir zwei super Wochen, viele nette Gäste, gutes Training und glücklicherweise keine Stürze. Und wie immer: Jede Menge Spaß und Lacher! Ein besonderes Highlight war dabei wohl das Jetski fahren am Corniche in Abu Dhabi. 110 km/h fühlen sich auf dem Wasser absolut geil an :-) Danke dafür an Christian Höhn vom Hilton AbuDhabi, der uns das ermöglich hat.

Am Ende des Trainingslager stand dann wieder mal der AbuDhabi International Triathlon an. Wie immer spekatkulär und ein absolutes Highlight. Der Schwimmstart war diesmal nicht vorm Emirates Palace, sondern direkt am Corniche, wo auch T1 und T2 waren. Logistisch deutlich angenehmer. Ich habe mich heuer für den Sprinttriathlon über 750Meter Schwimmen, 50km Rad und 5km Laufen entschieden. Zum Rennen:
Nach dem ganzen Grundlagentraining im Winter ist es recht schwer so richtig in die Gänge zu kommen. So viel mir auch das "anhämmern" (wie Faris es so schön nennt) auf den ersten Schwimmmetern recht schwer. In die Spitzengruppe bin ich dann erst nach ca 400 Metern geschwommen. Ab da wars dann fröhlicher Badespaß. Nachdem ich dann recht weit vorne aus dem Meer gekrabbelt bin hab ich am Rad versucht gleich mal wegzufahren. Mission gescheitert :-) Mit klassischem Rad auf flachem Kurs mit viel Wind kommt nur bedingt Freude auf. Da ich auch zum ersten Mal seit September in so was ähnlichem wie AeroPosition unterwegs war, hat sich der Rücken auch bedankt. Bin dann also so vor mich hin gefahren und irgendwo unter den Top10 vom Rad gehüpft. Die abschließenden 5 km am Corniche bei angenehmenen 35 Grad waren dann nicht ganz lustig aber recht solide. Allerdings fehlt mir im Moment logischerweise die nötige Tempohärte. Am Ende war ich dann doch ganz schön kaputt und als 12. im Ziel. Ak-Sieg mit über 4 Minuten Vorsprung gabs gratis dazu! :-)

Jetzt wird daheim erstmal etwas entspannt und der Neffe und die Nichte begrüßt wenn sie das Licht der Welt erblicken. Danach gehts dann an die Vorbereitung auf das ein oder andere 70.3 Rennen und das wilde geklopfe mit der Erlanger Ligamannschaft. Da kommt Freude auf :-)

Dienstag, 13. September 2011

Ironman 70.3 Galway

Zum Abschluss der Saison hatte ich mir noch ein schönes Highlight ausgesucht. Den Ironman 70.3 im irischen Galway. Galway liegt an der Westküste von Irland, eingebettet in einer traumhaften Landschaft, die so ein bisschen wie im Kinofilm "Braveheart" aussieht :-)
Das irische Wetter machte aber seinem Ruf alle Ehre. Bereits in den Tagen vor dem Rennen regnete es viel und war ziemlich windig. Der Höhepunkt wartete dann allerdings am Rennmorgen. Es war extrem stürmisch, weswegen sogar das Schwimmen von 1,9km auf 750 Meter verkürzt werden musste. Die Wellen waren so extrem, dass es zu gefährlich gewesen wäre, die volle Distanz zu schwimmen. Als kleine Randnotiz hatte der Atlantik auch noch erfrischende 13 Grad :-) Meine Schwimmperformance ist schwer zu beschreiben, es war eher ein Überlebenskampf. Durch die hohen Wellen hat man nichts gesehen und ein paar Mal ist mir auch noch die Brille vom Kopf geflogen. Nach 18 Minuten war das Schwimmen dann aber auch beendet. Nach 1,5km Wechselzone gings dann ab aufs Rad. Da wir als letzte Startgruppe ins Rennen gingen, war ich recht motiviert, denn ich habe 90 km lang nur überholt! Die Strecke war relativ flach aber der Wind machte einem ganz schön zu schaffen. So gings mit über 40 km/h raus zum Wendepunkt aber deutlich langsamer zurück. Bei mir liefs aber blendend, und so konnte ich einige Plätze gut machen. Mit einem Schnitt von knapp über 36 km/h hab ich die 90km dann hinter mich gebracht. Allerdings hatte ich gegen Ende der Radstrecke schon wieder mit Magenproblemen wie in Frankfurt zu kämpfen. So musste ich auch gleich zu Beginn der Laufstrecke ein Dixie aufsuchen, was mir gleich mal 2 Minuten gekostet hat. Danach gings mir aber recht gut und so konnte ich jeden km in 4:15 - 4:25 abspulen. Hart wurde es nur dann so richtig wenn man Gegenwind hatte. Nach einem weiteren Dixie-Stop wurde es dann ganz schön hart, da ich ausser ein bisschen Cola nichts mehr zu mir nehmen konnte. So hab ich mich dann noch halbwegs vernünftig durchgequält mit folgendem Ergebnis:
Overall Platz 48 und Altersklasse Platz 12
Danach hatte ich noch ein paar coole Tage in Galway - vor allem in den Pubs ;-) Jetzt werd ich mich erstmal ausgiebig von der Saison erholen.

Mittwoch, 3. August 2011

Herzoman

Nur eine Woche nach dem Ironman in Frankfurt ging für mich die Saison schon wieder weiter. Ich hatte die Woche über zwar ziemlich platte Beine, aber den Herzoman, eines der schönsten und best organisiertesten Rennen die ich kenn, direkt vor meiner Haustür, lass ich mir natürlich nur ungern entgehen. Da ich ausserdem noch dem Ingenieurbüro Pöltl schon vor einigen Wochen meine feste Startzusage gegeben habe, um den Mannschaftstitel zu holen, gab es also keinen Ausweg!

Die Woche über habe ich versucht mich mit ein bisschen Bewegungstherapie (ich wurde am Rad sogar von Rentner überholt) und Massagen beim MedicalFitting Team (--> DANKE!) wieder halbwegs in Schuss zu bringen. Ab Mittwoch konnte ich sogar schon wieder Treppen halbwegs runter gehen. Ideale Voraussetzungen also für einen Sprinttriathlon, bei dem man sich eine Stunde lang an der Schmerz- und Leistungsgrenze bewegt :-)

Besonders angenehm beim Herzoman ist zum einen die Startzeit der schnellsten Gruppe um 11 Uhr und zum anderen, dass man doch immer wieder viele bekannte Gesichter und den Startern und Zuschauern trifft. Nach zahlreichen Unterhaltungen, und ohne viel Zeit sich Gedanken über das Rennen zu machen gings also um kurz nach 11 zur Sache!

Auf meiner Bahn ist auch Markus Hackner gestartet, der gemeinsam mit mir in Erlangen schwimmt. Allerdings ist er mal wieder so abarbtig schnell angeschwommen, so dass ich zu keinem Zeitpunkt in seinem Sog baden konnte. Trotzdem bin ich als Gesamt-Dritter aus dem 25m-Becken im Freibad gekrabbelt. Nach langer Laufpassage in Richtung Wechselzone ging es also ab aufs Rad. Bis auf Sebastian Bleisteiner und Lukas Storath waren alle Favoriten zu diesem Zeitpunkt noch hinter mir. Da mir schon klar war, dass ich eine Woche nach dem Ironman auf der Laufstrecke keine Wunderdinge vollbringen werde gabs also nur eine Devise:
Flucht auf dem Rad. So bin ich die ersten 5 Kilometer also auch unter maximalen Qualen und lautem Grunzen angefahren. In Dondörflein hab ich dann auch gesehen, dass ich ein bisschen Luft nach hinten hab. Lediglich Lasse Ibert (der immerhin 4:29h in Roth in der Staffel und das Race Across America vorzuweien hat) hat mich gegen Ende der ersten Runde überholt. Ansonsten drohte von hinten überraschenderweise erstmal kaum Gefahr obwohl ich lediglich 305 Watt im Schnitt fahren konnte. Beim Wechsel auf die Laufstrecke haben sich meine Beine dann erstmal für das harte Radfahren "bedankt".

Auf den ersten Metern in Richtung Donwald hätte man mir glaub ich auch Wanderstöcke mitgeben können. Ich hatte mich innerlich eigentlich schon auf einen gemütlichen 4:30er Schnitt eingestellt also ich nach etwas mehr als einem Kilometer doch einen Rhythmus gefunden hab. Am Wendepunkt hab ich dann gesehen, dass Gefahr von hinten droht und hab versucht die Beine in die Hand zu nehmen. Dies gelang das auch ganz gut und ich konnte mich doch tatsächlich noch richtig ausbelasten. Wieder ein Beweis mehr dafür, dass ich in Frankfurt noch einige muskuläre Reserven hatte :-( Das Ziel habe ich dann als Gesamtvierter, 3. in meiner AK und 2. in der Stadtmeisterschaft erreicht. Ausserdem haben wir mit dem Ingenieurbüro Pöltl Team noch die Mannschaftswertung gewonnen (hab ich dir doch versprochen Peter ;-) ). Markus finishte als 10. ebenfalls in den Top10! Ein großes Lob mal wieder an alle die mit der sensationell organisierten und echt schönen Veranstaltung beteiligt sind. Ich habe es selber jahrelang gemacht und weiß, was für ein Aufwand dahinter steckt! Der Herzoman ist und bleibt ein Rennen, dass man einfach mal gemacht haben muss. Egal ob Anfänger oder "alter Hase".

Fazit: Ich bin mit dem Rennen echt zufrieden und hätte nicht gedacht, dass so kurz nach einer Langdistanz doch ein bisschen was gehen kann. Jetzt werd ich mich erstmal noch ein paar Tage erholen und mich der Uni widmen, bevor ich mich dann noch gemeinsam mit Swen auf den 70.3 in Irland oder die Mitteldistanz in Köln vorbereiten werde.

Ergebnisse Herzoman 2011

Dienstag, 26. Juli 2011

Ironman Frankfurt



Der Veranstalter bezeichnet den Ironman Germany in Frankfurt ja als "Der längste Tag des Jahres - aber der schönste". Stimmte am Sonntag leider nur zur Hälfte. Der längste Tag und v.a. der härteste Tag des Jahres sollte es für mich zwar werden aber sicher nicht der schönste. Aber der Reihe nach:
Am Freitag habe ich mich auf den Weg nach Frankfurt gemacht wo ich dann Ina, Kristin, Katharina, Werner und Faris vom Abu Dhabi Triathlon Team getroffen hab, mit denen ich gemeinsam im Hotel gewohnt hab. Samstag ging es dann gemeinsam zum Check-In und zum Abendessen bevor es dann am Sonntag ernst wurde.
Nachts um 3.45 Uhr klingelte auch schon der Wecker. Nach einem kurzen Frühstück ging es dann mit dem Shuttle Bus von der Frankfurter Innenstadt in Richtung Schwimmstart zum Langener Waldsee. Das Wetter sah zu dem Zeitpunkt auch noch ganz gut aus, und ich hatte die Hoffnung, dass der angesagte Regen vielleicht doch ausbleibt. In der Wechselzone wurden dann noch die üblichen Handgriffe erledigt bevor es 10 Minuten vor dem Start für mich ins Wasser ging. Nach kurzem Einschwimmen hab ich mir ein Plätzchen und der ersten Startreihe gesucht und um 7 Uhr fiel dann der Startschuss. Ich bin sofort ganz gut weg gekommen und musste keine Prügel einstecken, worüber ich schon mal sehr erfreut war :-) Leider hab ich nach ca. 500 Metern den Kontakt zu erstern Gruppe verpasst was aber nicht weiter tragisch war. Zu meiner Überraschung bin ich dann ziemlich alleine durch den See gebadet und hatte so meine Ruhe. Nach etwas mehr als 56 Minuten waren die 3,8 km dann auch schon vorbei. Der Wechsel aufs Rad klappt auch gut und so gings auf die 180 km rund um Frankfurt. In dem Moment als ich meine Schuhe geschlossen hatte fing es dann leider auch schon an zu Regnen. Dazu war es mit ca. 10 Grad auch noch bitter kalt und extrem windig. Allerdings kam der Wind auf den ersten Kilometern von hinten und so konnte man sich relativ zügig und gut einrollen. Das Wetter wurde aber leider immer schlimmer und so war ich schon nach etwas mehr als einer Stunde völlig durchgefroren. Zu dem Zeitpunkt lief es aber noch ganz gut auf der ziemlich unrhythmischen Radstrecke. Auf dem Rückweg in Richtung Frankfurt wurde der Wind dann extrem. In den Abfahrten musste ich das Rad schon wirklich konzentriert halten um nicht im Graben zu landen. Spaß hatte ich an dem Rennen schon lange nicht mehr. Aber wie schon am Vortag mit Faris ausgemacht wurde: DNF is no option! :-) Also ab in die zweite Runde und versuchen durchzukommen. Inzwischen war der komplette Körper ausgekühlt und selbst Schalten wurde zur Herausforderung. Die Beine wollten auch nicht mehr so richtig und das SRM zeigte auch keine tollen Wattzahlen mehr an. Mit einer Zeit unter 10 Stunden hatte ich da schon fast abgeschlossen. Auf den letzten Kilometern nach Frankfurt habe ich dann versucht die Beine durch eine hohe Frequenz halbwegs war zu bekommen und auf den Marathon vorzubereiten. Im Wechselzelt erfuhr ich dann von einem Helfer, dass Faris mit großem Vorsprung führt, was für mich ein Motivationsschub war. So bin ich also erstmal relativ Verhalten losgerannt und hatte überraschenderweise ziemlich gute Beine. Ich hab schnell einen Rhythmus bei ca. 4:40min / km gefunden und wurde abschnittsweise sogar schneller. Das ganze war wirklich easy und ich hab wieder fest an eine Sub 10 Zeit geglaubt. Dann begann allerdings das Drama. Bei km 10 verkramfte sich auf einmal mein Magen aus heiterem Himmel. Dann hab ich kurz ein Dixie aufgesucht und ich hatte die Hoffnung, dass es danach wieder geht - es ging auch - für 2 Kilometer. Danach hat der Magen immer wieder rebelliert und so wurde der Marathon zu einem Wechselspiel aus Laufen und Toiletttenbesuchen. Mental war das echt eine Herausforderung, da ich an meinem Garmin sehen konnte, dass ich jeden Kilometer den ich ohne Dixie Häuschen zurücklegen konnte gleich wieder unter 5 Minuten gelaufen bin. Allerdings wurde das mit dem Magen bis zum Ziel nie mehr besser. Die letzten 14 Kilometer konnte ich nicht mal mehr Cola zu mir nehmen und bin ohne Verpflegung gelaufen. Dadurch wurde es natürlich auch muskulär qualvoll. Als ich dann endlich auf die Zielgerade am Römer einbiegen konnte war ich wirklich fix und fertig und überwältigt von der Stimmung die dort herrschte. Mit meiner Zeit von 10.14 Stunden bin ich natürlich nicht zufrieden, aber an einem Tag wie diesem steht glaub ich wirklich im Vordergrund, dass man das Ziel erreicht! An dieser Stelle möchte ich auch nochmal Danke sagen für die vielen Nachrichten, Anrufe und SMS die ich bekommen habe. Ich hab mich riesig gefreut!!! Ganz speziell bedanken möchte ich mich auch nochmal beim gesamten Fahrrad Dresel Team für die tolle Unterstützung in den Tage, Wochen und Monaten vor dem Rennen!!!!

Sonntag, 3. Juli 2011

Podestplatz in Bamberg


Nachdem jetzt endgültig klar war, dass ich beim Ironman Germany in Frankfurt an den Start gehen werden (Danke Faris!), hab ich mich relativ kurzfristig dazu entschlossen beim Bamberger Sprinttriathlon über die Distanzen 400m / 21km / 5 km an den Start zu gehen, da Bamberg bisher immer ein sehr schöner Wettkampf war. Allerdings ist seitz letzem Jahr das Rennen in Baunach, was das Ganze von den Strecken und der Logistik etwas unangenehmer macht.
Zum Rennen: Geschwommen wurden 400 Meter im Baunacher Badesee. Ich kam von Start gut weg und war schnell mit an der Spitze. Nach der Wendeboje wurde es ein bisschen chaotisch und ein Schwimmer konnte uns ein paar Sekunden enteilen. So bin ich mit ca. 15 Sekunden Rückstand zum Führender als Dritter aus dem Wasser gestiegen. Auf dem Rad hat sich dann schnell eine 4-Mann Spitzengruppe formiert (es wurde tatsächlich sauber gefahren!) in der auch Tom Schwender zu finden war. Auch wenn er letzte Woche erkältet war, wusste ich, dass ich gut unterwegs bin, wenn ich an ihm dran bleiben kann. Die Radstrecke war leider ziemlich verwinkelt und die Streckensicherung klappte auch nicht wirklich gut, so dass die ein oder andere brenzlige Situation mit Autofahrern dabei war. Glücklicherweise ist aber nichts passiert und so kam ich gemeinsam mit Tom und nur wenige Sekunden hinter dem Führenden zum zweiten Wechsel. Nach einer kurzen Schuh-Suchaktion gings dann auf die abschließenden 5km (waren wohl etwas mehr als 5). Die Streckenführung war dabei für mich der reine Horror. Kopfsteinpflaster, schlecht gemähte, unebene Wiesen, unzählige enge Kurven und viel Matsch machten den Lauf nicht besonders angenehm. Aber da müssen ja alle durch. Es ist mir dann auch unter maximalen Qualen gelungen, meinen dritten Platz gegen den heranfliegenden Andi Mergler zu verteidigen, worüber ich mich sehr gefreut hab. Ergebnisse gibts hier
Jetzt steht für mich nochmal eine intensive Trainingswoche an, bevor es dann ans Tapern für den Ironman geht!

Mittwoch, 15. Juni 2011

Ironman 70.3 Italy


Letzten Donnerstag habe ich mich, gemeinsam mit Swen, auf den Weg nach Pescara gemacht. Der Ort liegt im Süden Italiens an der Adria Küste. Nach einer 11-stündigen Fahrt sind wir dann auch wohlbehalten angekommen. Freitag wurde die Radstrecke besichtigt und für gut befunden, trotz ca. 1.000 Höhenmeter waren die 90 km durch das Hinterland von Pescara gut zu fahren.
Der Startschuss fiel am Sonntag um 12 Uhr bei brütenden Hitze und Temperaturen um 30°! Nicht gerade mein Lieblingswetter :-) Das Schwimmen fand im Meer statt. Wegen extremer Wellen musste die Schwimmstrecke allerdings zur Sicherheit der Athleten etwas geändert werden und so wurde immer innerhalb der Wellenbrecher nur ca. 100 Meter vom Strand entfernt geschwommen. Die Wellen machten das Schwimmen dann auch ziemlich chaotisch und man wurde wild durchgeschaukelt! Glücklichweise wurde ich nicht Seekrank und konnte als fünfer Agegrouper das Meer verlassen.
Am Rad lief es bei mir am anfang nahezu perfekt und so konnte ich auf den ersten 20 Kilometern ein Paar Athleten vor mir einsammeln. Darunter sogar einige Profis, die gemeinsam mit allen Frauen und Männern 50+ 10 Minuten vor mir gestartet sind. Ab KM 50 wurde es allerdings ziemlich zäh, da mir bei der ersten Verpflegung nur eine halbvolle Trinkflasche gereicht wurde und ich so ziemlich leer war. Die letzten 20 Kilometer zurück nach Pescara waren dann wirklich eine Quälerei und ich hab mich ernsthaft gefragt wie ich jetzt einen vernünftigen Halbmarathon laufen sollte. Allerdings ging es scheinbar mehreren Athleten so, denn ich wurde nicht weiter überholt und stieg als 2. in meiner AK vom Rad. Die abschließenden 21 Laufkilometer entlang der Strandpromenade von Pescara wurden dann zu erwarteten Qual. Alle 2,5 km Verpflegung bei über 30 Grad ist leider ein bisschen wenig und dann war auch noch das Wasser mit Chlor versetzt. Es kam also was kommen musste, und ich bekam Krämpfe. Nicht nur in den Beinen sondern auch im Magen. Ich konnte keine Gels mehr aufnehmen und rettete mich dann mit Cola über die restliche Laufstrecke. Nach einem Halbmarathon in 1:35h finishte ich als 26. Agegrouper und als 8. in meiner AK. An sich ein gutes Ergebnis. Allerdings habe ich damit leider die Quali für die WM in Las Vegas um 4 Minuten verpasst :-( Ergebnisse findet ihr hier

Freitag, 3. Juni 2011

Einzelzeitfahren Hirschbachtal


Wie letztes Jahr bin ich auch 2011 beim Einzelzeitfahren im Hirschbachtal (nahe Hersbruck) gestartet. Da Swen leider am Vortag von einer Biene ins Auge gestochen wurde, machte ich mich gemeinsam mit Faris Al-Sultan auf den Weg in die Oberpfalz.
Die Strecke war in diesem Jahr etwas verkürzt, da in einem Ort ein Feuerwehrfest stattfand und man mit 45 km/h besser keinen betrunkenen Feuerwehlern begegnet :-) Also waren dieses Jahr nur knapp 2o Kilometer zu bewältigen. Auf den ersten 10 km ging es leicht bergauf und nach dem Wendepunkt dementsprechend natürlich auch wieder bergab. Allerdings ohne nennenswerte Steigungen. Zu meinem Rennen:
Vom Start weg bin ich eigentlich ganz gut rein gekommen und konnte mich auch belasten. Allerdings hab ich auch gemerkt, dass diese sehr kurzen maximalen Qualen im Moment wohl doch nicht so ganz mein Ding sind. Dennoch habe ich versucht flüssig und druckvoll zu fahren, was mir über weite Strecken auch gelungen ist. Die beiden vor mir startenden Athleten konnte ich einholen und so wusste ich schon, dass ich noch ganz schlecht unterwegs sein kann. Die Uhr blieb dann nach 28:06 Minuten für mich stehen, was einem Schnitt von 42 km/h entspricht. Das war eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zum letzten Jahr! Auch die Platzierung ist mit Rang 37 unter knapp 200 Athleten recht ordentlich. Der Rückstand zu den ersten war auch bei weitem nicht mehr groß wie im Vorjahr. Mit diesem Ergebnis bin ich auf jeden Fall zufrieden. Jetzt gilt mein ganzer Fokus wieder der Vorbereitung auf den Ironman. Welcher das sein wird, ist allerdings immernoch nicht ganz klar :) Als Vorbereitung werde ich wahrscheinlich nächstes Wochenende beim 70.3 in Italien starten. Mal sehen was geht :)
Ergebnisse Hirschbachtal

Montag, 30. Mai 2011

Bahnlaufserie Erlangen - 5.000 Meter

Am Dienstag stand für mich ein etwas unangenehmes Rennen auf dem Programm. Im Rahmen der Erlanger Bahnlaufserie wurde die Mittelfränkische Meisterschaft über 5.000 Meter durchgeführt an der auch ich teilnehmen "durfte" :-) Da Faris gerade bei uns zu Besuch war hat auch er sich spontan dafür entschieden. So bin ich erst gemeinsam mit Faris 2 Stunden auf dem Rad eingerollt bevor wir dann am TV-Gelände in Erlangen aufschlugen. Leider waren wir noch ein bisschen früh dran, so dass wir recht lange auf unseren Start warten mussten. Faris lief im 1. Lauf ein starkes Rennen und war nach 15:53 min im Ziel.
Danach ging es für mich ans Eingemachte. Obwohl ich mir x-mal geschworen hatte, nicht zu schnell anzulaufen rannte ich natürlich gleich los wie ein Irrer :-) Ein reiner Lauf ist wohl einfach nix für mich :) So war ich also quasi nach 400 Metern bereits Mausgrau und Laktatgefüllt :-) Die restlichen 4.600 Meter haben dann auch ordentlich weh getan (siehe Bild). Nach genau 18:30 min blieb die Uhr dann für mich stehen. Mit der Zeit an sich bin ich super zufrieden. Allerdings wäre eine etwas cleverere Renneinteilung durchaus sinnvoll gewesen. Meine These, dass Laufveranstaltungen nicht mein Ding sind wurde dadurch mal wieder bestätigt :) Nach dem Rennen ging es dann leicht angeschlagen noch gemütlich mit Faris auf dem Rad nach Hause um die anstehende Trainingswoche ordentlich durchziehen zu können.

6er - Mannschaftszeitfahren

Am 22. Mai stand für mich wie letztes Jahr das 6er Mannschaftszeitfahren in Hilpoltstein an. Dabei wird eine Challenge Roth Runde (ca. 85 km) gemeinsam als 6er Team absolviert. Dieses Jahr bin ich mit den Radfreunden Hilpoltstein, für die meine Trainingskollegen Markus und Ralph Wiedmann starten, ins Rennen gegangen. Im Gegensatz zu letztem Jahr war unser Team heuer ziemlich homogen und wir kam vom Start weg ganz gut ins Rollen. Das Rennen an sich verlief ohne große Störfälle. Wir sind vom Anfang bis zum Ende gut unf flüssig gefahren. Leider fiel unserem Käptain "Lifty" in Solar am Berg die Kette runter. Wir warteten kurz, entschieden uns dann aber doch zu fünft in Richtung Ziel zu fahren. Das erreichten wir dann auch nach 2:05:13 Stunden als Gesamt 8. von 30 Teams. Mit einem Schnitt von deutlich über 40 km/h können wir auch alle zufrieden sein. Es hat auf jeden Fall wieder viel Spaß gemacht und war ein super Training! Danke an die Hilpoltsteiner Jungs!!!

Mittwoch, 25. Mai 2011

Citytriathlon Amberg


Am 15. Mai ging für mich die Triathlonsaison in Deutschland beim Citytriathlon in Amberg los. Dank einem guten Freund aus Amberg durfte ich hier sogar gratis starten :-) DANKE!
Zum Wettkampf: Im Amberger Freibad wurden 500 Meter ohne Neo geschwommen. Ich kam vom Start ganz gut weg und war dritter auf der nominell schnellsten Bahn. So bin ich nach ca. 7 Minuten in den Top 10 aus dem Wasser gekrabbelt. Nach einer ewigen Laufpassage quer durchs Freibad ging es dann endlich aufs Rad. Hier lief es bei mir im Training in den letzten Wochen schon ganz passabel und so konnte ich auch Athlet um Athlet einsammeln und war nach ca. 10 km schon zweiter hinter Benedikt Deichsel. Auf der 10km Radrunde ging es auch immer einen Anstieg mit ca. 15% Steigung hoch. In der ersten Runde hatte ich es wohl ein bisschen übertrieben und so musste ich am Anstieg Stefan Daehne ziehen lassen und bin dann als Dritter in die Wechselzone gekommen. Der abschließende 5 km Lauf (der wohl etwas kürzer war) lief bei mir von Anfang an recht flüssig. So konnte ich doch tatsächlich mit den besten Laufzeiten des Tages mithalten und lief als Dritter ins Ziel. Allerdings hatte Lukas Storath nachgemeldet, und war somit in der letzten Startgruppe. Da er das Rennen gewann blieb mir leider nur der vierte Platz. Aber trotzdem bin ich mit der Leistung ziemlich zufrieden. So kanns weitergehen...

Dienstag, 29. März 2011

Abu Dhabi - Trainingscamp und Triathlon

Ende Februar war es schon wieder soweit - kaum zu Hause eingelebt und ein paar Klausuren in der Uni geschrieben - ging es auch schon wieder in die Vereinigten Arabischen Emirate, genauer gesagt nach Al Ain. Diesmal nicht zu einem ganz "normalen" Trainingslager sondern in das offizielle Trainingscamp des Abu Dhabi Triathlon Teams rund um Faris und Swen. Natürlich hab auch ich Aufgaben innerhalb des Camps übernommen. So war ich gemeinsam mit Christian Rothart (aka #1) Radguide und Ansprechpartner für die Campteilnehmer was jede Menge Spaß aber natürlich auch viel Arbeit mit sich brachte.
In den ersten paar Tagen hatten wir ziemlich heftige Sandstürme, was das Fahren in Gruppen nicht unbedingt erleichtert hat und so kam es leider auch zu zwei unglücklichen Stürzen, bei denen aber zum Glück ausser einem Schlüsselbeinbruch nichts schlimmeres passiert ist. Ansonsten waren die 2 Wochen im Trainingscamp extrem lustig und trainiert wurde auch fleißig, ausnahmsweise sogar mal hauptsächlich Grundlage, man glaubt es kaum :-)
Ein ganz besonderes Highlight stand dann am 12. März auf dem Programm: der 2. Abu Dhabi International Triathlon, bei dem ich über die Distanzen: 1,5km Schwimmen - 100 km Radfahren und 10 km Laufen an den Start gegangen bin. Ich war zwar schon ein bisschen kaputt vom Training der vorangegangen Tage aber habe mich natürlich trotzdem extrem auf das Event gefreut, da die Kulisse und die Streckenführung einfach einmalig sind und für alle Schmerzen entschädigen! Vor dem Rennen hatte ich am Schwimmstart sogar noch die Chance ein Bild mit Ian Thorpe zu machen, der für den Startschuss gesorgt hat :-)
Zum Rennen: Das Schwimmen, direkt vor dem Emirates Palace Hotel, lief für mich von Anfang an ganz pasabel. Nach etwa der Hälfte der Strecke habe ich die Führung in meiner Startgruppe übernommen und diese dann auch bis zum Schwimmausstieg verteidigt. Laut Ergebnisliste bin ich dann als Gesamt-16. aufs Rad gestiegen. Die Streckenführung auf der Radstrecke entschädigt für die fehlenden Zuschauer. Zuerst geht es am Emirates Palace vorbei, dann raus aus Abu Dhabi und hin zum Yas Marina Formel 1 Kurs. Was nicht gerade angenehm war, war der Wind bzw der Sturm der uns ins Gesicht bließ. Der Mix aus Schweiß, Sonnencreme und Sandsturm lässt einen dann aussehen, wie ein paniertes Schnitzel :-) DAS Highlight des Wettkampfes ist dann ganz eindeutig die Runde auf dem Formel 1 Kurs, die mit dem Rad absolviert wird. Die Strecke ist einfach nur der Wahnsinn! Wenn man sich überlegt, dass Sebastian Vettel hier vor ein paar Wochen Weltmeister wurde und man jetzt selbst mit dem Rad auf dem Kurs fährt - COOL :-) Der Rest vom Radfahren ist relativ schnell erzählt. Viel Sonne, Wind und Sand! Dummerweise hatte ich auch kein Zeitfahrrad dabei sondern nur das klassische Rad mit Aufsatz was für die Radperformance nicht ideal war, aber das Ergebnis war mir hier eh nicht so wichtig!
Der abschließende 10km Lauf war dann für meine Verhältnisse und die äußeren Bedingungen noch ganz gut. Bei 38°C im Schatten (ohne Schatten auf der Laufstrecke) sind Bestzeiten nur bedingt möglich. Bin bis km 8 auch noch gut durch gekommen, dann wurde es aber durch die Hitze und die fehlende Verpflegung auf den letzten 2 Kilomtern nochmal ziemlich hart. Am Ende bin ich aber mit einer Zeit von 4:02h und Platz 35 overall zufrieden mit dem Saisoneinstieg.
Es waren zwei super Wochen und jetzt beginnt dann die intensive Vorbereitung auf die Saison!

Sonntag, 16. Januar 2011

Al Ain 2011 - Der Wahnsinn geht weiter

Nach einer feucht fröhlichen und vor allem kurzen Silvesternacht ging es am 1.1. früh um 7 mit dem Zug Richtung Frankfurt. Denn bereits morgens um 11 Uhr ging mein Flieger in Richtung Abu Dhabi. Nach dem 5-stündigen Flug hab ich mich mit Swen am Flughafen getroffen (er ist ab München geflogen) und wir zwei wurden dann von Faris mit dessen Wohnmobil abgeholt, in dem wir in der zweiten Woche auch noch einige Tage verbingen sollten.
In Al Ain angekommen haben wir im Danat Hotel eingecheckt und haben uns zügig ins Bett begeben. Am nächsten Tag hat dann auch schon das Training mit Faris, Swen und Ina begonnen. Die Voraussetzungen waren wie immer ideal! Perfekte Straßen, traumhaftes und nicht zu heisses Wetter und Sonne pur. So macht Training dann auch wirklich richtig Spaß! Besonders nach dem kalten Winter in Deutschland war es ein Genuss endlich mal wieder "kurz-kurz" Radzufahren.
Das Training der ersten paar Tage standen ganz im Zeichen der Eingewöhnung. Grundsätzlich wollten wir auch nicht ganz so viele Stunden machen, dafür etwas mehr Intensitäten. Allerdings sind es dann noch viele Stunden trotz mehr Intensität geworden ;-) Erste Akzente wurden dann auf der "Standartrunde" gesetzt bei dem ein 15 km langes Teamzeitfahren mit den 3 anderen anstand.
Am Donnerstag sind wir dann zum Shoppen nach Dubai gefahren. Die Stadt ist echt abgefahren, die Skyline beeindruckend und der Burj Khalifah (das höchste Gebäude der Welt) ein Wahnsinn! Der Verkehr allerdings ein absolutes Desaster. Abends sind wir dann mit dem Wohnmobil zum wunderschönen Safa-Park gefahren um da zu übernachten, denn am nächsten morgen stand die berüchtigte "Wolfi-Ausfahrt" auf dem Programm bei der es immer ziemlich zur Sache geht. Ich sag nur 110 km im 37er Schnitt :-) Die Ausfahrt startet immer morgens um 6 Uhr, was zu tollen Bildern führt. Die aufgehende Sonne über der Skyline Dubais ist echt traumhaft! Abends gings dann wieder zurück nach Al Ain, wo wir noch das Wochenende verbracht haben.
Ab Montag begann dann die berühmte "Al-Sultan-Abenteuerreise" :-) Mit dem Wohnmobil sind Swen, Faris und ich nach Ras al Khaimah gefahren nachdem Ina wieder nach Hause flog. In RAK haben wir uns ein schönes Plätzchen am Meer zum Schlafen gesucht und am nächsten Tag gings dann nochmal kurz ins 5-Sterne-Hotel (für 16 Euro pro Person) weil sich Swen den Magen verdorben hatte und sich auskurieren wollte. Faris und ich haben dann eine spannende Tour durch die Berge bei RAK gemacht. Hatte fast schon was Biblisches, da ausser uns fast niemand unterwegs war und die Gesteinsformationen echt wie aus der Uhrzeit aussahen :-) Ab Mittwoch waren wir dann wieder in Dubai und haben bei Wolfi (Wolfi's Bikeshop) einen schönen Abend verbracht. Freitag stand dann wieder "Wolfi-Ausfahrt" rund um Dubai auf dem Plan. Dieses "Rennen" sollte für mich ein ganz besonderes Highlight werden. Schon früh hat Faris erkannt, dass heute die richtig starken Jungs (inkl. der arabischen Nationalmannschaft) fehlten und er meinte er will versuchen mir den Sprint am Ende anzufahren. Die letzten 15 Kilometer ging es dann wie immer gut zur Sache und Faris und ich haben versucht uns taktisch klug zu verhalten. 2 Kilometer vor dem Ziel ging Faris dann in die Führung und macht ernst. Das Feld wurde immer länger. 4oo Meter vor dem Ziel ging er dann aus der Führung und der Sprint begann. Zu dem Zeitpunkt lag ich an 3. Position ideal. Ich konnte an den beiden vor mir liegenden Fahrern noch knapp vorbeisprinten und somit meinen ersten Sieg bei einem Radrennen und dann gleich bei der legendären Wolfi-Ausfahrt feiern ;-)) Nach einem Koppellauf rund um den Safa-Park war das Trainingslager dann auch beendet. Wir waren dann noch kurz am Jumeira-Beach und sind im Anschluss nach Abu Dhabi gefahren und heim geflogen. Swen allerdings mit Abstecher über Südafrika, da er hier noch ein 70.3 Rennen absolvieren wird.
Alles in allem war es wieder super lustig und wir alle hatten jede Menge Spaß und zahlreiche sehr gute Trainingseinheiten! Ende Februar gehts dann wieder in die Emirate, da ich im offiziellen Trainigslager vom Abu Dhabi Triathlon Team als Guide arbeiten werde.

Donnerstag, 9. September 2010

Cologne Triathlon

Am letzten Sonntag stand mein diesjähriger Saisonabschluss auf dem Plan. Dafür hatte ich mir ein besonderes Highlight ausgesucht. Den Mitteldistanztriathlon in Köln. Zu der Stadt habe ich ja seit meinem Prakikum letztes Jahr eine ganz besondere Beziehung und auch zahlreiche Freunde. So hab ich mich also schon seit Wochen auf das Rennen gefreut.
Die Anreise am Samstag verlief unkompliziert und gut. Auch die Startunterlagen waren schnell abgeholt. Herzlichen Dank an dieser Stelle an Jürgen Hammes und seine Frau Angelika, die mir einen Freistart ermöglicht haben. DANKE!
Zum Rennen: Die ersten 250 Meter bin ich maximal angeschwommen um eine möglichst gute Gruppe zu erwischen. Anfangs hatte ich auch die Hoffnung die erste größere Gruppe zu erwischen, allerdings musste ich nach ca. 300 Meter dann doch leider reißen lassen, worüber ich mich schon ziemlich geärgert hab. Aber so bin ich dann in der zweiten Verfolgergruppe dahingebadet und habe versucht mich so gut es geht zu schonen. Nach 27:05 Minuten waren die 1,9 km im Fühlinger See dann auch beendet. Keine optimale Zeit aber zumindest pasabel. Beim ersten Wechsel ist mir ein blödes Missgeschick passiert. Eigentlich stand mein Rad im vordersten Ständer (so hatte ich es mir zumindest gemerkt). Leider hatte der Veranstalter aber kurzfristig nochmals eine Reihe Räder davor aufgebaut, so dass ich erstmal auf der Suche nach meinem Rad war. Das hatte ich schon lang nicht mehr :-) Aber glücklichweise hab ich mein Cervélo P3 dann irgendwann doch gefunden und mich auf die 90km lange, flache Radstrecke begeben. Hier lief es am Anfang noch sehr gut und ich bin mitr deutlich über 300 Watt losgefahren. Die Strecke lässt sich sehr gut und flüssig fahren. Die einzige Schwierigkeit war der relativ starke Wind, aber das gilt ja für alle. Leider hatte ich während der 90 km immer wieder mal kleine Durchhänger, die mir eine noch bessere Zeit gekostet haben. Letztenendes bin ich mit einer Zeit von 2:21h (Schnitt: 38,1 km/h ; 285 Watt) aber doch halbwegs zufrieden. Es ist müsig zu sagen, das mal wieder Monsterpulks unterwegs waren. Leider wie so oft ein paar Minuten hinter mir. Aber lieber sterb ich allein den Heldentod bevor ich mich so einer "Reisegruppe" anschließe. Naja was solls... diese Entwicklung lässt sich im Triathlon wohl nicht mehr stoppen.
Besonders erfreut hat mich dann der abschließende Halbmarathon entlang des Rheins. Ich bin sehr konservativ losgelaufen, was sich als richtig erweisen sollte. Ich bin von Anfang bis Ende ein konstantes Tempo gelaufen und hatte eigentlich nie so richtig große Probleme. Die Beine zwicken natürlich immer irgendwann aber so heftig wie noch in Ferropolis war es zum Glück nicht. Am Ende bin ich eine Zeit von 1:38h gelaufen. In der Endabrechnung hab ich in einer Zeit von 4:33h den 61. Platz von ca. 800 Startern belegt. Ist auf jeden Fall ok. Erfreulicherweise konnte ich meine Bestzeit auf der Mitteldistanz auch noch um 12 Minuten verbessern.

In den nächsten Wochen werde ich jetzt mal ausführlich regenerieren und im Oktober beginnt dann die Vorbereitung auf die nächste Saison. Ich hoffe ich komme wieder verletzungsfrei durch und kann ein paar gute Rennen absolvieren.