Dienstag, 29. März 2011

Abu Dhabi - Trainingscamp und Triathlon

Ende Februar war es schon wieder soweit - kaum zu Hause eingelebt und ein paar Klausuren in der Uni geschrieben - ging es auch schon wieder in die Vereinigten Arabischen Emirate, genauer gesagt nach Al Ain. Diesmal nicht zu einem ganz "normalen" Trainingslager sondern in das offizielle Trainingscamp des Abu Dhabi Triathlon Teams rund um Faris und Swen. Natürlich hab auch ich Aufgaben innerhalb des Camps übernommen. So war ich gemeinsam mit Christian Rothart (aka #1) Radguide und Ansprechpartner für die Campteilnehmer was jede Menge Spaß aber natürlich auch viel Arbeit mit sich brachte.
In den ersten paar Tagen hatten wir ziemlich heftige Sandstürme, was das Fahren in Gruppen nicht unbedingt erleichtert hat und so kam es leider auch zu zwei unglücklichen Stürzen, bei denen aber zum Glück ausser einem Schlüsselbeinbruch nichts schlimmeres passiert ist. Ansonsten waren die 2 Wochen im Trainingscamp extrem lustig und trainiert wurde auch fleißig, ausnahmsweise sogar mal hauptsächlich Grundlage, man glaubt es kaum :-)
Ein ganz besonderes Highlight stand dann am 12. März auf dem Programm: der 2. Abu Dhabi International Triathlon, bei dem ich über die Distanzen: 1,5km Schwimmen - 100 km Radfahren und 10 km Laufen an den Start gegangen bin. Ich war zwar schon ein bisschen kaputt vom Training der vorangegangen Tage aber habe mich natürlich trotzdem extrem auf das Event gefreut, da die Kulisse und die Streckenführung einfach einmalig sind und für alle Schmerzen entschädigen! Vor dem Rennen hatte ich am Schwimmstart sogar noch die Chance ein Bild mit Ian Thorpe zu machen, der für den Startschuss gesorgt hat :-)
Zum Rennen: Das Schwimmen, direkt vor dem Emirates Palace Hotel, lief für mich von Anfang an ganz pasabel. Nach etwa der Hälfte der Strecke habe ich die Führung in meiner Startgruppe übernommen und diese dann auch bis zum Schwimmausstieg verteidigt. Laut Ergebnisliste bin ich dann als Gesamt-16. aufs Rad gestiegen. Die Streckenführung auf der Radstrecke entschädigt für die fehlenden Zuschauer. Zuerst geht es am Emirates Palace vorbei, dann raus aus Abu Dhabi und hin zum Yas Marina Formel 1 Kurs. Was nicht gerade angenehm war, war der Wind bzw der Sturm der uns ins Gesicht bließ. Der Mix aus Schweiß, Sonnencreme und Sandsturm lässt einen dann aussehen, wie ein paniertes Schnitzel :-) DAS Highlight des Wettkampfes ist dann ganz eindeutig die Runde auf dem Formel 1 Kurs, die mit dem Rad absolviert wird. Die Strecke ist einfach nur der Wahnsinn! Wenn man sich überlegt, dass Sebastian Vettel hier vor ein paar Wochen Weltmeister wurde und man jetzt selbst mit dem Rad auf dem Kurs fährt - COOL :-) Der Rest vom Radfahren ist relativ schnell erzählt. Viel Sonne, Wind und Sand! Dummerweise hatte ich auch kein Zeitfahrrad dabei sondern nur das klassische Rad mit Aufsatz was für die Radperformance nicht ideal war, aber das Ergebnis war mir hier eh nicht so wichtig!
Der abschließende 10km Lauf war dann für meine Verhältnisse und die äußeren Bedingungen noch ganz gut. Bei 38°C im Schatten (ohne Schatten auf der Laufstrecke) sind Bestzeiten nur bedingt möglich. Bin bis km 8 auch noch gut durch gekommen, dann wurde es aber durch die Hitze und die fehlende Verpflegung auf den letzten 2 Kilomtern nochmal ziemlich hart. Am Ende bin ich aber mit einer Zeit von 4:02h und Platz 35 overall zufrieden mit dem Saisoneinstieg.
Es waren zwei super Wochen und jetzt beginnt dann die intensive Vorbereitung auf die Saison!

Sonntag, 16. Januar 2011

Al Ain 2011 - Der Wahnsinn geht weiter

Nach einer feucht fröhlichen und vor allem kurzen Silvesternacht ging es am 1.1. früh um 7 mit dem Zug Richtung Frankfurt. Denn bereits morgens um 11 Uhr ging mein Flieger in Richtung Abu Dhabi. Nach dem 5-stündigen Flug hab ich mich mit Swen am Flughafen getroffen (er ist ab München geflogen) und wir zwei wurden dann von Faris mit dessen Wohnmobil abgeholt, in dem wir in der zweiten Woche auch noch einige Tage verbingen sollten.
In Al Ain angekommen haben wir im Danat Hotel eingecheckt und haben uns zügig ins Bett begeben. Am nächsten Tag hat dann auch schon das Training mit Faris, Swen und Ina begonnen. Die Voraussetzungen waren wie immer ideal! Perfekte Straßen, traumhaftes und nicht zu heisses Wetter und Sonne pur. So macht Training dann auch wirklich richtig Spaß! Besonders nach dem kalten Winter in Deutschland war es ein Genuss endlich mal wieder "kurz-kurz" Radzufahren.
Das Training der ersten paar Tage standen ganz im Zeichen der Eingewöhnung. Grundsätzlich wollten wir auch nicht ganz so viele Stunden machen, dafür etwas mehr Intensitäten. Allerdings sind es dann noch viele Stunden trotz mehr Intensität geworden ;-) Erste Akzente wurden dann auf der "Standartrunde" gesetzt bei dem ein 15 km langes Teamzeitfahren mit den 3 anderen anstand.
Am Donnerstag sind wir dann zum Shoppen nach Dubai gefahren. Die Stadt ist echt abgefahren, die Skyline beeindruckend und der Burj Khalifah (das höchste Gebäude der Welt) ein Wahnsinn! Der Verkehr allerdings ein absolutes Desaster. Abends sind wir dann mit dem Wohnmobil zum wunderschönen Safa-Park gefahren um da zu übernachten, denn am nächsten morgen stand die berüchtigte "Wolfi-Ausfahrt" auf dem Programm bei der es immer ziemlich zur Sache geht. Ich sag nur 110 km im 37er Schnitt :-) Die Ausfahrt startet immer morgens um 6 Uhr, was zu tollen Bildern führt. Die aufgehende Sonne über der Skyline Dubais ist echt traumhaft! Abends gings dann wieder zurück nach Al Ain, wo wir noch das Wochenende verbracht haben.
Ab Montag begann dann die berühmte "Al-Sultan-Abenteuerreise" :-) Mit dem Wohnmobil sind Swen, Faris und ich nach Ras al Khaimah gefahren nachdem Ina wieder nach Hause flog. In RAK haben wir uns ein schönes Plätzchen am Meer zum Schlafen gesucht und am nächsten Tag gings dann nochmal kurz ins 5-Sterne-Hotel (für 16 Euro pro Person) weil sich Swen den Magen verdorben hatte und sich auskurieren wollte. Faris und ich haben dann eine spannende Tour durch die Berge bei RAK gemacht. Hatte fast schon was Biblisches, da ausser uns fast niemand unterwegs war und die Gesteinsformationen echt wie aus der Uhrzeit aussahen :-) Ab Mittwoch waren wir dann wieder in Dubai und haben bei Wolfi (Wolfi's Bikeshop) einen schönen Abend verbracht. Freitag stand dann wieder "Wolfi-Ausfahrt" rund um Dubai auf dem Plan. Dieses "Rennen" sollte für mich ein ganz besonderes Highlight werden. Schon früh hat Faris erkannt, dass heute die richtig starken Jungs (inkl. der arabischen Nationalmannschaft) fehlten und er meinte er will versuchen mir den Sprint am Ende anzufahren. Die letzten 15 Kilometer ging es dann wie immer gut zur Sache und Faris und ich haben versucht uns taktisch klug zu verhalten. 2 Kilometer vor dem Ziel ging Faris dann in die Führung und macht ernst. Das Feld wurde immer länger. 4oo Meter vor dem Ziel ging er dann aus der Führung und der Sprint begann. Zu dem Zeitpunkt lag ich an 3. Position ideal. Ich konnte an den beiden vor mir liegenden Fahrern noch knapp vorbeisprinten und somit meinen ersten Sieg bei einem Radrennen und dann gleich bei der legendären Wolfi-Ausfahrt feiern ;-)) Nach einem Koppellauf rund um den Safa-Park war das Trainingslager dann auch beendet. Wir waren dann noch kurz am Jumeira-Beach und sind im Anschluss nach Abu Dhabi gefahren und heim geflogen. Swen allerdings mit Abstecher über Südafrika, da er hier noch ein 70.3 Rennen absolvieren wird.
Alles in allem war es wieder super lustig und wir alle hatten jede Menge Spaß und zahlreiche sehr gute Trainingseinheiten! Ende Februar gehts dann wieder in die Emirate, da ich im offiziellen Trainigslager vom Abu Dhabi Triathlon Team als Guide arbeiten werde.

Donnerstag, 9. September 2010

Cologne Triathlon

Am letzten Sonntag stand mein diesjähriger Saisonabschluss auf dem Plan. Dafür hatte ich mir ein besonderes Highlight ausgesucht. Den Mitteldistanztriathlon in Köln. Zu der Stadt habe ich ja seit meinem Prakikum letztes Jahr eine ganz besondere Beziehung und auch zahlreiche Freunde. So hab ich mich also schon seit Wochen auf das Rennen gefreut.
Die Anreise am Samstag verlief unkompliziert und gut. Auch die Startunterlagen waren schnell abgeholt. Herzlichen Dank an dieser Stelle an Jürgen Hammes und seine Frau Angelika, die mir einen Freistart ermöglicht haben. DANKE!
Zum Rennen: Die ersten 250 Meter bin ich maximal angeschwommen um eine möglichst gute Gruppe zu erwischen. Anfangs hatte ich auch die Hoffnung die erste größere Gruppe zu erwischen, allerdings musste ich nach ca. 300 Meter dann doch leider reißen lassen, worüber ich mich schon ziemlich geärgert hab. Aber so bin ich dann in der zweiten Verfolgergruppe dahingebadet und habe versucht mich so gut es geht zu schonen. Nach 27:05 Minuten waren die 1,9 km im Fühlinger See dann auch beendet. Keine optimale Zeit aber zumindest pasabel. Beim ersten Wechsel ist mir ein blödes Missgeschick passiert. Eigentlich stand mein Rad im vordersten Ständer (so hatte ich es mir zumindest gemerkt). Leider hatte der Veranstalter aber kurzfristig nochmals eine Reihe Räder davor aufgebaut, so dass ich erstmal auf der Suche nach meinem Rad war. Das hatte ich schon lang nicht mehr :-) Aber glücklichweise hab ich mein Cervélo P3 dann irgendwann doch gefunden und mich auf die 90km lange, flache Radstrecke begeben. Hier lief es am Anfang noch sehr gut und ich bin mitr deutlich über 300 Watt losgefahren. Die Strecke lässt sich sehr gut und flüssig fahren. Die einzige Schwierigkeit war der relativ starke Wind, aber das gilt ja für alle. Leider hatte ich während der 90 km immer wieder mal kleine Durchhänger, die mir eine noch bessere Zeit gekostet haben. Letztenendes bin ich mit einer Zeit von 2:21h (Schnitt: 38,1 km/h ; 285 Watt) aber doch halbwegs zufrieden. Es ist müsig zu sagen, das mal wieder Monsterpulks unterwegs waren. Leider wie so oft ein paar Minuten hinter mir. Aber lieber sterb ich allein den Heldentod bevor ich mich so einer "Reisegruppe" anschließe. Naja was solls... diese Entwicklung lässt sich im Triathlon wohl nicht mehr stoppen.
Besonders erfreut hat mich dann der abschließende Halbmarathon entlang des Rheins. Ich bin sehr konservativ losgelaufen, was sich als richtig erweisen sollte. Ich bin von Anfang bis Ende ein konstantes Tempo gelaufen und hatte eigentlich nie so richtig große Probleme. Die Beine zwicken natürlich immer irgendwann aber so heftig wie noch in Ferropolis war es zum Glück nicht. Am Ende bin ich eine Zeit von 1:38h gelaufen. In der Endabrechnung hab ich in einer Zeit von 4:33h den 61. Platz von ca. 800 Startern belegt. Ist auf jeden Fall ok. Erfreulicherweise konnte ich meine Bestzeit auf der Mitteldistanz auch noch um 12 Minuten verbessern.

In den nächsten Wochen werde ich jetzt mal ausführlich regenerieren und im Oktober beginnt dann die Vorbereitung auf die nächste Saison. Ich hoffe ich komme wieder verletzungsfrei durch und kann ein paar gute Rennen absolvieren.

Sonntag, 1. August 2010

Sieg mit der Mannschaft in Schongau

Es ist endlich geschafft! Mit den Synergy-Sports Team TV 48 Erlangen standen wir in Schongau zum ersten Mal ganz oben auf dem Podest der Erdinger Alkoholfrei Regionalliga Bayern. Es ist uns gelungen den SC Riederau und das Team Icehouse Bayreuth zu schlagen. Dabei konnten wir uns mit 4 Mann recht ausgeglichen in der Spitze zeigen: Dorian Wagner wurde 3., Kolja Gelse 8., Bernd Zeulner 10. und Roman Binner 17. Mein Rennen lief weder richtig gut noch richtig schlecht. Am Ende bin ich 30. in der Liga geworden. Kurzer Rennbericht:
Das 750m lange Schwimmen war ein einziges Geprügel. Soviel Schläge musste ich bisher selten einstecken. Einmal ist mir sogar die Brille vom Kopf geflogen. Dennoch kam ich halbwegs pasabel aus dem Wasser. Auf dem Rad hab ich dann auch gleich eine kleine Gruppe erwischt, die allerdings gar nicht lief. Ich weiß nicht ob manche Jungs einfach nicht fahren können oder nicht fahren wollen. Dann auch noch ein weiteres Missgeschick: Am ersten Wendepunkt nach ca. 3 km attackierten 2 Jungs aus unserer Gruppe als ich gerade so ca. an fünfter Stelle gefahren bin. Die beiden vor mir ließen abreissen und so kam ich nicht mit. So ist unsere Gruppe dann auch noch zerfallen, da ich mich mit 2 Hofern auch noch absetzen konnte. Aber zu dritt kommt man auch nicht so richtig zügig voran, darum hab ich auf die große Gruppe hinter mir gewartet. Was da dann abging war witzlos. Ich hätte eigentlich auch ne Kamera mitnehmen können um das tolle Panorama der Radstrecke zu fotografieren. Das Bummeltempo hätte es auf jeden Fall zugelassen. Auch ein Versuch zu attackieren brachte recht wenig, da dann plötzlich gefahren wird... naja whatever wir hatten ja eh unsere 4 Jungs vorne dabei, von daher musste ich mir ja keinen Stress machen. Zum abschließenden 5 km Lauf gibts nicht viel zu sagen. Die Strecke ging entweder bergauf oder bergab, was mir ja bekanntlich so gar nicht liegt. Trotzdem bin ich noch halbwegs passabel über die Strecke gehüpft und hab also als 30. gefinisht. Das schöne ist, dass man nach so einem Rennen nicht kaputt ist :-)
Im Vordergrund stand sowieso das Ergebnis der Mannschaft und das war mit Platz 1 ja optimal. Für mich stehen jetzt ein paar Klausuren an und danach geht es in die intensive Vorbereitung für die Mitteldistanz beim CologneTriathlon am 5. September...

Samstag, 24. Juli 2010

Züri - Triathlon

Nachdem Swen ja leider beim Challenge in Roth wegen zwei Platten aussteigen musste, galt es einen neuen Plan zu fassen. Da seine Form ja nachwievor sehr gut ist, sind wir also zusammen am Donnerstag nach Zürich gefahren. Swen wird hier beim Ironman teilnehmen.
Ich selber bin am Vortag beim Züri-Triathlon, auf den Strecken des Ironman Switzerland gestartet. Dabei kamen viele schöne Erinnerungen hoch. Schließlich habe ich hier meine ersten und bisher auch einzigen Ironman gemacht. Die Strecken, die es heute zu bewältigen galt, waren allerdings mit 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 km Laufen deutlich kürzer. Das Wetter war leider mit 12° C und Regen ziemlich bescheiden.
Zum Rennen: Das Schwimmen war leider ohne Neoprenanzug. Eigentlich zählt Schwimmen ja zu meinen Stärken aber im Moment ist die Form mit Neo doch deutlich besser. Dennoch bin ich ganz pasabel weggekommen. Leider hat ein Athlet vor mir zur Spitzengruppe reißen lassen müssen, was ich zu spät gesehen habe. So bin ich also in der 2. Gruppe, vorne, aus dem Wasser gekommen. Auf der 20 km langen Radstrecke gab es dann natürlich nur eine Devise: GAS !!! Der Kurs ist komplett flach und hat 4 Wendepunkte, kommt mir also ganz gut entgegen. Ich habe es auch von Anfang geschafft konstant deutlich über 300 Watt zu fahren. Aber am ersten Wendepunkt habe ich schon das übliche Drama gesehen: Pulks wohin das Auge blickt - eskortiert von zusehenden Kampfrichtern. Es ist mühsam sich noch über das bewusste Windschattenfahren zahlreicher Athleten zu ärgern - ich nehm es einfach hin, möchte aber selber dann doch ganz gerne meine eigene Leistung bringen. Die war dann auf dem Rad auch gar nicht so schlecht. Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag trotz viel Wind bei über 40 km/h und die durchschnittliche Leistung betrug 300 Watt.
Ich bin dann also ca. als sechster auf die sehr verwinkelte und schwierig zu meisternde Laufstrecke gegenagen. Anfangs liefs es hier auch für meine Verhältnisse blendend und ich konnte gleich 2 Athleten überholen. Ab km 3,5 wurde es dann aber eine ziemliche Qual. Leider nicht wegen dem hohen Tempo sondern eher wegen meinem Magen, der auf einem rebellierte. Warum auch immer. Hatte solche Probleme eigentlich bisher nie. So musste ich also am Ende auch noch zwei Athleten passieren lassen und bin als 6. von über 300 Startern ins Ziel an der Landiwiese gelaufen. (AK Platz 4). Alles in allem bin ich mit diesem Rennen, das dann doch sehr kurzfristig ins Programm rückte sehr zufrieden. V.a. die Radleistung lässt mich für das Saisonhighlight, den KölnTriathlon, hoffen. Nächste Woche wird jetzt erstmal in der Liga mit dem TV 48 Erlangen ordentlich geklopft. Hier ist Windschattenfahren dann sogar erlaubt :-)

Samstag, 17. Juli 2010

Highwayman Fürth

Am letzten Sonntag stand eine tolle Veranstaltung auf dem Programm, auf die ich mich schon längere Zeit sehr gefreut habe, der "Highwayman" in Fürth. Was dieses Rennen so besonders macht sind seine Strecken. Schwimmen im Main-Donau-Kanal, Radfahren auf der, komplett gesperrten, Südwesttangtene (daher auch der Name "Highwayman") und das Laufen im Fürther Stadtwald - wirklich sehr attraktiv und ich kann nur jedem empfehlen hier einmal zu starten. Auch die Organisation war klasse. Diese wurde ja zum ersten Mal vom TV Fürth übernommen, nachdem der Wettkampf ja letztes Jahr noch unter der Schirmherrschaft der Stadt war.

Zum Rennen selbst:
Ein paar Verwirrungen gab es leider vor dem Start: Meine Info war, dass Neoprenanzüge aufgrund des warmen Wassers verboten waren. Jedoch sah ich vor dem Start ein paar der Top-Athleten in Neos!? Nach kurzem Nachfragen habe ich erfahren, dass es auf der Sprintdistanz jedem freigestellt wurde mit oder ohne Neo zu schwimmen. Ich hab mich zwar kurz geärgert aber was solls. Dank Bodo von Fahrrad Dresel hatte ich ja wenigsten einen Speedsuit an und so hab ich gehofft vorne dran bleiben zu können. Als der Startschuss dann fiel, ist mir dies auch am Anfang noch recht gut gelungen. Allerdings konnte ich den Wasserschatten von den Ersten nur ca. 100 Meter halten. Dann waren die Neoschwimmer einfach schneller. Relativ heftig war dann auch die Strömung im Kanal. Die zweite Schwimmhälfte kam mir vor wie eine Ewigkeit. Aber was solls, diese Bedingungen gelten ja für alle. So bin ich also als Siebter aus dem Kanal gekrabbelt, womit ich einigermaßen zufrieden war. Dank meiner Schwester war ich auch stets super über Zeiten und Platzierung informiert! Vielen Dank an dieser Stelle!

Auf dem Rad hab ich mich dann sofort an die Aufholjagd gemacht, was mir auch vom ersten Meter an ganz gut gelungen ist. Schon weniger Meter nach der Wechelzone war ich Fünfter. So ging es dann auch auf die Autobahn. Das hat dann richtig Spaß gemacht. 2 km Vollgas, Autobahnbrücke hoch, kurz nach links und auf der anderen Seite wieder runter, und das ganz 10 mal. Einfach mal ne sehr sehr coole Sache. Leider hab ich dann aber irgendwann so ein bisschen den Überblick verloren, wie ich im Rennen liege, da es natürlich ab der zweiten Runde sehr voll war. Als ich dann nach fünf Runden in die Wechselzone eingebogen bin, hab ich von meiner Schwester erfahren, dass ich Dritter bin. Darüber hab ich mich natürlich erstmal gefreut, aber diesen Platz wollte ich natürlich auch beim Laufen verteidigen. Anfangs war ich noch sehr sehr skeptisch, denn das Loslaufen war recht zäh. Allerdings geht es im Stadtwald zu Beginn auch erstmal ordentlich Bergauf, was mir ja bekanntlich nicht so sehr entgegen kommt :-) Es ist auch relativ schwierig Abstände nach hinten einzuschätzen, dann man hat nie längere Geraden auf der man die Konkurrenz sieht. Also Augen zu und durch - Vollgas :-) Bei Kilmometer 4 musste ich dann nochmal schmulzen. Hier stand Klaus Ludwig und meinte nur: "Super Sören, ab jetzt gehts nur noch Bergab, das ist super für dich" :-) Die Worte haben mich natürlich zusätzlich motiviert und so hab ich auch tatsächlich noch den dritten Platz verteidigen können.

Ich hab mich natürlich super gefreut endlich mal wieder auf dem Treppchen zu stehen. Die beiden Athleten vor mir (Lukas Storath und Sebastian Bleisteiner) sind einfach stärker als ich und so wäre auch mit Neo nicht mehr drin gewesen.
Es war also ein rundum gelungener Wettkampftag. Jetzt werde ich Swen und das Abu Dhabi Triathlon Team am Sonntag in Roth unterstützen, bevor ich dann in 2 Wochen beim Herzoman selber wieder an der Startlinie stehe.

Donnerstag, 1. Juli 2010

Meran die 2.

Letzte Woche ging es spontan mit Swen und Ralph mal wieder nach Meran um noch mal ein paar Höhenmeter zu sammeln. Die Bedingungen fürs Radfahren sind dort einfach perfekt.
So sind wir also am Mittwoch gleich zwei Mal Mendelpass und danach den Gampenpass gefahren. Am Mendelpass konnte ich mit 56 Minuten meine Bestzeit aus dem April auch um fünf Minuten verbessern. Das lässt ja eigentlich hoffen :-) Am Donnerstag sind wir die gleiche Runde andersrum gefahren. Also zuerst Gamepenpass und dann Mendelpass. Bloß nicht zu viel Abwechslung :-)
Freitag stand für mich dann ein Ruhetag auf dem Programm den wir zusammen am und im Kalterer See genossen haben. Wir hatten echt Glück mit dem Wetter. Es war einfach nur herrlich den Tag im Strandbad zu verbringen. Am Nachmittag sind wir dann noch eine Stunde durch den See geschwommen. Ebenfalls perfekte Bedingungen!
Samstag stand dann die Königsetappe auf dem Programm. Das Stilfser Joch wartete darauf von uns erklommen zu werden. Der Anstieg ist ne ganz ganz harte Nummer. Nach knapp 60 km Anfahrt ging es dann also los. Am Anfang noch moderat wird der Berg immer steiler. Aber das Hauptproblem ist die Länge. Ich bin über 2 Stunden lang bergauf gefahren. Das wird irgendwann einfach unangenehm :-) Richtig hart wird es dann ab der Franzenshöhe in 2.200m. Von da an kann man alle Kehren und den Gipfel des Berges auf 2.750m sehen. Nur kommt der Gipfel irgendwie nicht wirklich näher :-) Irgendwie hab ich es dann aber doch nach oben geschafft. Die Abfahrt entschädigt dann für die erlittenen Qualen! Auf dem Heimweg brachten wir dann nochmal ordentlich Zug auf die Kette um Faris rechtzeitig am Bahnhof abzuholen, denn er ist an diesem Tag ebenfalls in Meran eingetroffen. So ging es also mit stets 40 km / h recht zügig nach Hause :-) Sonntag sind wir dann noch drei Stunden locker gerollt und ne Stunde gelaufen bevor wir das Vergnügen hatten, zuzusehen wie Deutschland England aus der WM schoss :-) Direkt danach ging es für Ralph und mich wieder zurück in die Heimat. Swen und Faris sind noch ein paar Tage da geblieben. Alles in allem hat es wieder richtig Spaß gemacht und ich hoffe, dass ich so noch ein bisschen an der Radform feilen konnte. Am 11. Juli wird sich dann beim Highwayman in Fürth zeigen was geht oder auch nicht :-)